PSYCHOSOZIALE PFLEGE

WAS IST AMBULANTE PSYCHOSOZIALE PFLEGE

Die ambulante psychiatrische Pflege ist ein spezialisiertes Angebot, das nach erfolgter psychiatrischer Bedarfsabklärung als Leistung der Grundversicherung gilt. Diese Pflegeleistungen sind im Krankenversicherungsgesetz (KVG) beschrieben und sollen den Kriterien Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit entsprechen.

Die «psychiatrische Pflege», auch «psychosoziale Pflege», «psychiatrische Spitex» oder manchmal liebevoll unter Beteiligten «Psychispitex» genannt, unterstützt Menschen in herausfordernden Situationen. Sie befasst sich mit den Auswirkungen einer psychischen Erkrankung oder einer Krisensituation auf den Alltag. Diese können sich beispielsweise zeigen als Schwierigkeit, den Alltag sinnhaft zu gestalten oder anstehende Aufgaben im Alltag zu erledigen, Einsamkeit, fehlende Bewältigungsstrategien im Zusammenhang mit psychopathologischen Symptomen, wenig Zuversicht für die Zukunft, Machtlosigkeitsgefühl oder Schwierigkeit die Erkrankung und die Therapie in den Alltag zu integrieren.

Psychosoziale Pflege kann angemeldet werden von den Betroffenen selbst, von Angehörigen, dem Hausarzt, einem Psychiater oder anderem Spezialarzt, aus einem Spital, einer psychiatrischen Klinik oder anderer Institution. Voraussetzung für unsere Tätigkeit ist eine Verordnung (ärztlicher Spitex-Auftrag).

Die Dauer der psychosozialen Unterstützung ist situationsabhängig und schwankt zwischen wenigen Wochen bis zu mehreren Jahren. Von Jugendlichen bis zu hochaltrigen Personen kann jeder Mensch in eine psychische Ausnahmesituation mit Unterstützungsbedarf geraten und unseren Dienst in Anspruch nehmen.

 

> weiter zu WIE ARBEITET DIE PSYCHOSOZIALE PFLEGE