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Neues Erwachsenenschutzrecht ab 1. Januar 2013

Per 1. Januar 2013 wurde auf Bundesebene das neue Kindes- und Erwachsenenschutzrecht eingeführt.

Ein wesentliches Ziel dieses neuen Gesetzes ist die Professionalisierung der Behörden­organisation. Aus diesem Grund tritt an die Stelle einer Vielzahl von kommunalen Vormund­schaftsbehörden die interdisziplinäre Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB)(www.kesb-zh.ch).

Auch will das neue Recht die Selbstbestimmung der betroffenen Personen fördern. An die Stelle der bisher eher starren Massnahmen wie Vormundschaft, Beiratschaft und Beistand­schaft treten daher massgeschneiderte Beistandschaften, ausgestaltet gemäss den Bedürf­nissen der Klientinnen und Klienten.

Die Vertretungsrechte durch die Familie oder das soziale Umfeld werden klar geregelt. Der Rechtsschutz wird verbessert und bei fürsorgerischen Unterbringungen (bisher fürsorge­rische Freiheitsentziehung) findet eine regelmässige behördliche Überprüfung statt.

Das neue Erwachsenen­schutzrecht beinhaltet vier wichtige Änderungen. Diese vier Ziele der Gesetzesrevision sind:

  1. die Förderung der Selbstbestimmung unter höchstmöglicher Fürsorge
  2. die Stärkung der Familiensolidarität (Vertretung)
  3. der Schutz der Urteilsunfähigen bzw. der Schutz der Persönlichkeit
  4. die Freiheitsbeschränkung als ultima ratio (allerletzte Möglichkeit)

Für weiterführende Informationen finden Sie nachfolgend einige Dokumente und Broschüren:

2013 Neues Erwachsenenschutzrecht Zusammenfassung
Neues Erwachsenenschutzrecht Infobroschüre Curaviva Schweiz
Neues Erwachsenenschutzrecht Informationen zum Vorsorgeauftrag
Patientenverfügungen in der deutschsprachigen Schweiz - Dokumentation Curaviva
DOCUPASS der Pro Senectute
Wohnen und leben in einer Altersinstitution